Der wahre Jakob/ Theaterverein Kaifenheim (Theater 2014), © Christian Müller

Theaterverein Kaifenheim e.V.

Inhalte teilen:

Das Theaterspiel in Kaifenheim ist seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Dorflebens. Anfangs wurden die Theateraufführungen durch die Vereine im Ort – Sport-, Tambour- und Möhnenverein – veranstaltet. Damals standen erst ernste Stücke auf dem Programm, ergänzt um ein kurzes Lustspiel. Aber bereits seit Mitte der 1980er Jahre liegt der Schwerpunkt auf Luststücken. Am 10. Mai 1992 wurde der Theaterverein Kaifenheim e.V. gegründet, der die Tradition seitdem weiterführt. Die Pflege der heimischen Kunst und Kultur ist erklärter Vereinszweck, besonders der Erhalt der lokalen Sprachkultur. Seit 1993 werden daher alle Stücke nur noch in „Kaifenheimer Platt“ aufgeführt.

Derzeit zählt der Verein ca. 75 Mit¬glieder, von denen sich der größte Teil aktiv in die Theater- und Ver¬einsarbeit einbringt. Die Mitglie¬der organisierten bereits Projekte in der Theater-Jugendarbeit und kulturelle Veranstaltungen zusätzlich zur Theatersaison, zuletzt mit ei¬nem Konzert des „Jubilee Ballroom Orchestra“ anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums im März 2017.

Damit die traditionell im November und Dezember stattfindenden Theateraufführungen reibungslos ablaufen können, beginnt das Theaterjahr in Kaifenheim im Frühling. Der Spielausschuss, bestehend aus dem Vereinsvorsitzenden, Regie und drei weiteren Vereinsmitgliedern, sucht bei den Theaterverlagen interessante und neue Stücke. Etwa ein Dutzend davon kommt in die engere Wahl, die endgültige Entscheidung fällt der Spielausschuss zum Sommeranfang. Danach werden die Rollen verteilt und die ersten Vorarbeiten organisiert. Ende August beginnen dann die Leseproben, ab Mitte September werden die ersten Szenen auf der Bühne gestellt. Parallel dazu werden Bühnenbilder und Kostüme entworfen.

Bis zur Premiere Ende November werden dann zwischen 25 und 30 Proben stattgefunden haben, unzählige Arbeitsstunden in die Gestaltung der Bühne geflossen und viele zusätzliche Aufgaben verteilt worden sein. Und dann kann es endlich wieder heißen: „Willkommen zum Theater in Kaifenheim!“