Pommerbachtal – von der Quelle bis zur Mündung
24. August 2017

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Erkunden Sie das wunderschöne Pommerbachtal auf uralten, leicht überwucherten Pfaden – unmittelbar in der Waldeinsamkeit entdecken Sie ein paar Mühlen. Das Rad steht still und ist verfallen: von einigen Mühlen zeugen nur noch Umfassungsmauern. Der Bach entspringt mitten in Kaisersesch, sein Wanderweg ist mit einem großen P markiert.

Die Vielfältigkeit des Wanderweges ist ein absolutes Muss für Naturliebhaber - Sie wandern auf einem breiten Weg und dann wieder plötzlich auf einem schmalen Pfad, zwischendurch geht es über zahlreiche Stege. Nach etwa einem Drittel des Weges taucht die ,,Villa Margaretha“ auf, die sich ein Krefelder Kaufmann, der in St. Petersburg zu Geld gekommen war, um die Jahrhundertwende im romantischen Stil erbauen ließ. Auf etwa halbem Wege weitet sich das Tal und umfangreiches Mauerwerk wird wild überwuchert, das ehemalige Kloster Rosental. Hier in dieser Einsamkeit hatten nach dem Willen des Bernhard v. Clairvaux im ,,valle rosarum“ Zisterzienserinnen um 1170 einen Konvent gegründet, der mit Himmerod in Verbindung stand, das um Pommern herum über reichen Besitz verfügte. Der Sage nach soll der heilige Ritter Georg, von Feinden verfolgt, von dem nahen Fels gesprungen und gerettet worden sein. Aus Dankbarkeit habe er eine Kapelle erbaut, aus der das Kloster erwachsen sei. Heute erinnert noch das Heiligenhäuschen an die Stelle, an der einmal der Hochaltar von Rosenthal gestanden hat. Und bald wird man im weinfrohen Pommern sein - irgendwo in einem Weingut um das ,,Spilles“ (Spielhaus), das alte Pommerner Rathaus, sollte man sich nach erlebnisreicher Wanderung zu einem Glas ,,Zeisel“ oder ,,Goldberg“ setzen.

Die Patenschaft und somit auch die Pflege des Wanderweges hat der Eifelverein – Ortsgruppe Kaisersesch seit langer Zeit übernommen. Vor einigen Wochen hat der Bautrupp des Eifelvereins damit begonnen, die Quelle des Pommerbaches attraktiver zu gestalten und richtig auszuweisen. Zunächst wurde der Bereich der Quelle komplett freigeschnitten und gründlich gesäubert. Im Anschluss wurde die Quelle des Pommerbaches auch innerhalb der Stadt Kaisersesch ausgeschildert. Von der Quelle des Pommerbaches, oberhalb der Sporthalle im Schwalbenweg, gelangt man über den historischen Ortskern zum Einstieg in den Wanderweg beim Postplatz. Bürgermeister Albert Jung und die Leiterin des Touristik-Büros Christina Schmitt bedankten sich bei einem Besichtigungstermin bei dem Bautrupp des Eifelvereins – Ortsgruppe Kaisersesch für die tolle Arbeit und die gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Verwaltung.